eSports Training – Wie Profis sich auf Wettkampf-Spiele vorbereiten

eSports Training

eSports Training – Wie Profis sich auf Wettkampf-Spiele vorbereiten

Ein bisschen Zocken und damit Geld verdienen – das ist die verbreitete Vorstellung von dem, was “eSports” bedeutet. Es steckt aber deutlich mehr hinter dem professionellen Spielen von Games, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. In diesem Beitrag soll es deshalb um das eSports Training gehen, also dem was es wirklich bedeutet, für Gaming auf Wettkampf-Niveau zu trainieren.

Tägliches Training:

Ein wichtiges Element, das den Gelegenheitsspieler von einem E-Sportler unterscheidet, ist das Leistungspensum, das für ein Spiel investiert wird. Ein Durchschnittsspieler verbringt in der Woche vielleicht 10 bis 15 Stunden in einem Game. Ein eSportler kommt dagegen locker auf das Dreifache, da die Profis jede Gelegenheit nutzen müssen, um zu trainieren. Die Schwierigkeit ist es, dieses Trainingspensum in den normalen Alltag zu integrieren.

Verpflichtungen wie

  • die Schule,
  • eine Ausbildung oder
  • ein Beruf gehen vor.

In der Freizeit wird dann trainiert. Dafür muss dann auch mal ein gemütlicher Abend mit Freunden oder der Familie ausfallen.
Einsteiger des eSports sollten sich zunächst eine Trainingsroutine angewöhnen, die zu ihrem normalen Tagesablauf passt. Je nachdem, wie viel Freizeit zur Verfügung steht, sollte das Training pro Tag mindestens zwei und bis zu vier Stunden einnehmen. Wichtig ist dabei, dass Notwendigkeiten wie Schlaf oder die Ernährung nicht zu kurz kommen dürfen, weil sich das sonst auf die allgemeine Fitness und die Konzentration negativ auswirken kann. Außerdem müssen auch Pausen eingeplant werden, um kurz zu entspannen und den Kopf wieder frei zu bekommen. Je nach Spiel bietet es sich an, nach jeder Partie eine kurze Unterbrechung zu machen oder wenigstens einmal pro Stunde 5 bis 10 Minuten einzulegen, um sich zu strecken, was zu trinken oder um sich einfach kurz zu entspannen.

Die Basics für jeden Profi:

Beim eSports Training geht es darum, die Spielmechaniken so zu verinnerlichen, dass sie quasi im Schlaf abgerufen werden können. Profi-Spieler trainieren deshalb immer die gleichen Maps und ein festes Set an Bewegungen, Strategien und Abläufen. Ein Counter-Strike-Spieler muss zum Beispiel Maps wie de_nuke und de_train wie seine Westentasche kennen, weil diese Maps zum Map-Pool der Profi-Ligen gehören und in nahezu jedem eSports Tournament drankommen.

Die Spieler müssen wissen,

  • wie die Maps aufgebaut sind,
  • welche Wege es gibt,
  • wo sie auf welcher Seite starten und
  • welche Zugänge es zu den einzelnen Spots gibt, um sie abzudecken oder anzugreifen.

Aber die Spieler üben auch die wichtigsten Keys zum Kaufen der Waffen sowie das Money-Management, damit sie genau wissen, in welcher Runde sie welches Equipment kaufen können und wann normalerweise gespart wird.

Auch in anderen Games wie Starcraft II sind solche Basics überlebenswichtig. Ein Starcraft-Spieler muss neben der Map mit ihren Startpunkten und Wegen auch genau wissen, wie er seine Gebäude und Einheiten baut und wie viele Worker er zum Beispiel auf ein Mineralienfeld setzen muss, um es effektiv abzuernten.

Das Training der Fingerfertigkeit ist In-Game wie Off-Game extrem wichtig!

Schnelle Geschwindigkeit

Nach den Basis-Kenntnissen stehen bei den Profi-Spielern die ApM im Vordergrund. Damit sind die “Actions per Minute”, also die Aktionen pro Minute gemeint. Die ApM gibt an, wie schnell die Spieler sich in ihrem Spiel bewegen beziehungsweise wie viele Anschläge pro Minute sie tätigen. In Strategiespielen wie Starcraft ist die ApM oft das Zünglein an der Waage, weil Spieler mit mehr Anschlägen Gebäude und Einheiten ein wenig schneller bauen und dadurch einen Vorteil gegenüber ihren Gegnern haben.

Bei DotA entscheidet die ApM darüber, wer seine Skills früher aktiviert, um sein Team zum Sieg zu führen. Es lohnt sich also, seine Aktionsgeschwindigkeit zu trainieren. Dafür ist es aber notwendig, dass die Spieler die Tasten verinnerlichen, die sie für ihr Game benötigen. Jeder Spieler muss genau wissen, wo sich eine Taste befindet und diese blind finden. Das lässt sich ganz gut mit “Trockenübungen” trainieren.

  1. Dazu wird der Zeigefinger der Keyboard-Hand auf das “F” gelegt.
  2. Anschließend übt man einfach ein paar Mal das Drücken von Tasten wie “Q”, “Y” oder “V”.
  3. Wenn sich eine gewisse Routine einspielt, wird blind geübt.
  4. Der Zeigefinger liegt wieder auf F, aber die restlichen Tasten müssen gedrückt werden, ohne dabei auf die Tastatur zu schauen.
  5. Wenn auch das funktioniert, kann die ApM wirklich trainiert werden, indem die benötigten Tasten in der Spielumgebung immer wieder so schnell und so häufig wie möglich benutzt werden.
  6. Erst übt man mit einer Taste und nach und nach fügt man zwei, drei oder vier Tasten hinzu. Mit der rechten Hand übt man parallel dazu die Mausklicks mit der rechten und linken Maustaste.

Obwohl Profil-Spieler in der Regel schon eine hohe ApM haben, nutzen sie gerade zum Anfang des Trainings ein paar Minuten, um einfach die Finger zu bewegen und wieder “warm zu werden”, bevor es ernst wird.

Das eigene Handling:

Es gibt im eSports kaum einen Spieler, der mit den Standard-Einstellungen eines Games spielt. Der Großteil der Spieler hat sich eigene Controlles zugelegt und unter anderem die Geschwindigkeit der Maus wie auch die Belegung der Tasten den eigenen Wünschen angepasst. Hier gibt es keine Regeln und keine Maßnahmen, sondern nur eins, was hilft: selber ausprobieren. Wer sich um ein ernsthaftes eSports Training bemüht, der muss auch für sich herausfinden, wie er seine Tasten legen will und wie die Maus eingestellt werden muss. Profis gehen sogar so weit, dass sie ihre eigene Maus und Tastatur mit zu Wettkämpfen nehmen, weil sie mit fremden Geräten schlechter spielen würden.

Strategie Training:

Das Strategie Training ist der wichtigste Faktor den Profi-Spieler jedes Mal in ihr eSports Training einbauen. Dabei gibt es zwei Arten von Strategien. Jedes Spiel hat eine Art Basis-Set an Vorgehensweisen, wie das Spiel gespielt wird. Bei Counter Strike sind es zum Beispiel der 5er-Rush und der 2-3-Split. Bei einem Strategie-Spiel wie Starcraft II gehört ein Zergling-Rush oder auch die Fast-Expansion zum Handwerkszeug. Und bei DotA ist das Grinden und der Lane-Push wichtig. Einsteiger im eSports sollten sich unbedingt anschauen, welche Strategien es gibt und diese immer wieder üben, üben, üben!

Erst, wenn diese Standard-Stragien richtig sitzen, können die Spieler damit anfangen, individuelle Strategien zu entwickeln, um ihre Gegner zu überraschen und auch mal unkonventionelle Methoden auszuprobieren. Eine neue Strategie muss nicht auf Anhieb funktionieren. Man sollte ihr aber genügend Zeit einräumen und sie ausgiebig testen, um entscheiden zu können, ob ein neuer Weg etwas taugt oder ob er nicht Wettkampftauglich ist.

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Off-Game-Training zur Unterstützung:

Ein eSports Training ist zwar nicht besonders Bewegungsintensiv, trotzdem braucht der Körper einen Ausgleich zum Sport. Dafür ist die “Off-Game-Zeit” gedacht, also die Zeit, die die Spieler nicht beim Training verbringen. Profi-Spieler nutzen die Zeit zum Beispiel, um normalen Sport zu machen. Sie joggen, machen Muskeltraining oder gehen schwimmen, um die Muskeln zu entspannen und den Kopf frei zu bekommen. Auch die Ernährung findet in der Off-Game-Zeit statt. Sie soll aber ebenso wie der Sport selbst das eSports Training unterstützen. Denn obwohl es so scheint, als ob eSports Profis nur Pizza essen und Energy Drinks trinken, ernähren sich richtige Spieler eigentlich ganz normal. Fast Food und Soft Drinks sind nur eine absolute Ausnahme, weil sie zu wenig Energie liefern und zu viel Kraft zum Verdauen brauchen. Wenn sich Spieler nur von Pizza, Pommes und Co. ernähren, werden sie müde und unkonzentriert. Einfache, zuckerhaltige Energy-Drinks helfen dagegen nur kurz als Energie-Schub, worauf der Körper aber mit einer entsprechenden Müdigkeitsphase reagiert.

Besser sind speziell für den eSports entwickelte Drinks, bei denen die Inhaltsstoffe extra für die hohen Anforderungen dieser Sportart zusammengestellt worden. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung sollte zeitgleich eine sehr gute Basis schaffen. Leichter Sport zur Entspannung verschafft dem Körper einen Ausgleich zum Training und man bekommt den Kopf frei, um sich danach wieder mit eSports zu beschäftigen.

Wie sieht eurer eSports Training aus? Fester Plan oder just for fun?

Wie sieht eure Trainingsgestaltung im Clan aus? Trainiert ihr bereits nach einem festgelegten Trainingsplan? Welche Trainingsinhalte habt ihr eingebaut und welche individuellen Trainingsmethoden haben eure Member?

Ihr trainiert noch nicht mit festen Strukturen wie einem Trainingsplan? Was sind die Gründe dafür?

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